Lebenslauf lang

Lebenslauf - lange Version - nicht ganz ernstgemeint ;-)

Einen Teil meines Lebens möchte ich hier ausführlicher und etwas unterhaltsamer darstellen.

  • 17. Januar 1965 - Es werde Licht. (“Oh Gott...”) ;-)
     
  • 28. August 1972 - Frau Bredtmann und Frau Schaper bringen mir Lesen, Schreiben und Rechnen bei. Aber sie wollen, dass ich morgen wiederkomme??? ;)
     
  • 1980 - die 8. Klasse ist die coolste - ich habe soviel Spaß daran, dass ich sie glatt noch einmal machen möchte... Ach nee, warte... Spaß war irgendwie doch nicht der Grund.
     
  • 1986 - 14 Jahre in diesem Laden sind nun endlich mal genug.
     
  • 1986 - Bundeswehr; ohne Verweigerung, ganz unpolitisch. Ich habe viel gelernt dort, wirklich!
    Über das Essen - zum Beispiel - kann ich mich kein bisschen beschweren. Wir waren schon in einer ziemlich großen Kaserne, aber das Essen war immer gut, ausreichend und lecker - egal was irgendwelche anderen Hansels darüber sagen. Meckerpötte gibt es überall.
    Wobei hier möglicherweise schon ein erster Blick auf meine innere Einstellung sichtbar wird ;-)
     
  • 1987 - Beginn der Lehre bei aqua signal AG - ein Schiffsleuchtenhersteller.
    Ich entdecke mein großes, dauerhaftes Hobby: Computer!
    Computer sind Freunde, die mich wirklich verstehen ;)
     
    • “Mein bester Freund? Ob man es glaubt oder nicht - das war mein Fahrrad.”
      (Henry Miller)
       
  • 1988 - Ich werde Hacker ;)
    Wer damals eine eigene Mailbox betrieben hat, stand schon mit halbem Bein im Gefängnis. Die POST (in Fachkreisen “Der Gilb” genannt) hat allen Ernstes Hausdurchsuchungen bei Schülern durchführen lassen, weil diese ein nicht genehmigtes Modem betrieben haben, welches Daten mit einer unerlaubten, ja unerhörten und das Establishment infrage stellenden Geschwindigkeit von doch sage und schreibe 2400 bps durchs Telefonnetz gejagt, ja förmlich getrieben hat. Unerhört! Das können die Leitungen der Post nicht ab. Leider vergessen wurde, dass die damaligen (Post-eigenen!) Fax-Geräte auch schon mit 9600 bps gesendet haben. Ein Schelm, wer jetzt Marktsicherung dahinter vermutet.
    Ja, so war das damals mit dem Monopol der POST-Beamten - der Fortschritt wurde verhindert, wo es nur ging - manchmal hatten wir das Gefühl, die DDR war hier und nicht dort drüben.
    Und heute - kurz angemerkt - gehen über die SELBEN Leitungen ISDN mit 64.000 bps, ADSL mit 8 MBit/s und VDSL mit bis zu 52 MegaBit pro Sekunde (52.000.000 bps) - alles über die SELBEN Leitungen. Ja, das war schon eine “tolle” Zeit mit dem Monopol der gelben Post damals... Visionäre an der Front ;-)
     
    • “Flugzeuge fallen vom Himmel und Schiffe fahren rückwärts...”
      (Zeitschrift ct in einem Artikel über nicht genehmigte Geschwindigkeiten im Telefonnetz)
       
  • 1989 - Arbeiten. Was das wirklich bedeutet, was es mit mir macht und was ich alles lernen werde - noch viel weiter über das Lehre-Wissen hinaus, erfahre ich erst durchs Tun.
     
    • Wenn Du wissen willst, wie eine Birne schmeckt, musst Du sie essen.
      (Zen-Weisheit)
       
  • 1991 - Da kommt doch tatsächlich so eine hergelaufener junger Studentenbengel (Dipl. Ing. Elektrotechnik) und nimmt mir meinen Job weg.
    Naja, ganz so ist es nicht gelaufen, aber ich habe das Gefühl, dass der neue Kollege (hallo Dieter :) mir sagt, was ich tun soll. Hallo?! So geht das aber nicht.
    Was tun?
    Wie immer: In die eigene Kraft kommen - die Flucht nach vorne. Daher:
     
  • 1992 - Studium angefangen - Wirtschaftsinformatik bzw. Systemanalyse, nur welche Systeme werden da analysiert? Das sagt der Titel nicht.
    Was ich/wir alles gelernt haben, steht hier: www.sys-club.de/studium.html
     
  • 2000 - Jetzt gehts aber nochmal richtig los mit der Arbeit. Ein Bremer Unternehmen, die CVS GmbH bietet mir an, eine ganz neue Abteilung zu starten: Internet Webshops. Hammer! Ja, da habe ich richtig Lust zu.
    Ich lerne ein Unternehmen kennen, das ebenso menschlich wie unstrukturiert ist. Alles läuft nach dem Muster: Jeder tut, was getan werden muss.
    Ich “tobe mich aus”, (womit mich mein Chef bei der Einstellung gelockt hat) baue die Abteilung Webshops auf, programmiere was das Zeug hält, arbeite oft von vormittags 10 Uhr bis abends 22 Uhr. (Am Abend treffe ich mich mit Anja in der Stadt zum Abendessen...)
    Wir haben da etwas richtig Tolles geschaffen - ein System für viele Shops. Datenverbindung zur bestehenden Warenwirtschaft und Bestellungen fließen (fast) vollautomatisch zurück in die WaWi des Kunden. Inhaber des Shops müssen nur noch ihre Artikel in ihrer WaWi pflegen, diese per Post verschicken und sich über den Geldeingang freuen. :-)
    Wenn da nicht das sich ständig wandelnde Internet und die vielen Wünsche der Kunden wären, die das Projekt größer und größer werden lassen... Mann-o-Mann... Manchmal leckt und tropft das System, wie ein altes U-Boot...
     
  • 2008 - die Kaiserin tritt in mein Leben. “Marco, es ist Zeit...”
     
  • 2009 - 2013 eine turbulente Zeit, mit der Gelegenheit noch einmal tief einzutauchen in die gesellschaftlichen Abgründe. Dann, ohne Anja, dafür mit Melanie, Annika und anderen in Wohngemeinschaften leben. Ich beginne erstmalig, wirklich mir selber näherzukommen, mich intensiv mit der Frage zu beschäftigen: “Wer bin ich? Und wenn ja, wieviele?”
     
  • 2010 - Beginn der Umstellung der CVS-eigenen Programmierung auf ein OpenSource-System. Ziel ist, dass auch andere Menschen, welche nicht diese Spezial-Sprache ColdFusion beherrschen, am WebShop mitarbeiten können. Ziel ist, mich abkömmlich zu machen in dem Unternehmen, mich möglichst ohne große Turbulenzen herauszulösen und frei zu machen für etwas Neues... Wir suchen ein Produkt, welches weniger Man-Power bei der Anpassung an Bedürfnisse des Marktes benötigt. ZenCart wähle ich aus - es hat einen modularen Aufbau, ist in PHP programmiert und bekommt von uns die Anbindung an die Alphaplan-Warenwirtschaft.
    Diese Umstellung auf ZenCart-Shop ist mein letztes großes Projekt bei CVS - mein Abschiedsgeschenk, wenn man so will. Ich hoffe, dass es Euch lange dienlich ist!
     
  • 2013 - eine wunderbare Zeit geht nun definitiv zu Ende. Einige Kollegen gehen zunehmend mit mir in Resonanz, wie man so schön sagt. Aber niemand gibt hier irgendjemandem die Schuld; es ist einfach das Ende dieser Phase mit den dann eben auftretenden Turbulenzen.
    Ich gehe von CVS mit einem lachenden und einen weinenden Auge. Ich habe viele Unternehmen von innen gesehen, bei der Beratung und Installation unserer Shops und Warenwirtschaft.
    Eine schöne Zeit, Danke für alles!

    Mir ist an dieser Stelle noch wichtig zu sagen:
    Ich habe selten eine so loyale Geschäftsleitung erlebt, die auch in der Trennungsphase immer noch zu mir steht und unterstützend da ist, sich nicht vorschnell zu etwas hinreißen lässt, auch unter Schwierigkeiten nach einer für alle förderlichen Lösung sucht.  Danke an Achim, Andreas und Jens!
    Ja, jetzt ist es wirklich an der Zeit... Die Kaiserin hatte recht.
     
  • 2014 - Seit nun 5 Jahren läuft der Aufbau der Leuchtturmfabrik neben meinem alten Job nebenher. Ich mache Fortbildungen in der gesamten Republik, reise, lerne, reise weiter - Seminar folgt auf Seminar, alles was sich finanzieren und an Wochenenden und im Urlaub unterbringen lässt.
    Es macht einen riesen Spaß - ich habe Teil zwei meiner Lebensaufgabe gefunden!
     
  • 2015 - die Leuchtturmfabrik wird in Bremen groß und größer, was wir eigentlich gar nicht wollten, aber irgendwie freut es uns auch. Es geht uns ja eher um die Koordination und um das Vorbild-Sein als um “alle unter einem Dach”. Aber was will man machen - besser Menschen laufen zu uns als zu Scientology. :-)
    • Wobei ich dazu sagen möchte, dass ich auch schon bei Scientology war und auch dort ebenso viel gelernt habe, wie bei der Bundeswehr. Zur “Vereinnahmung” gehören eben immer zwei... ;) Ich bin Berufsoptimist.
       
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  • 2025 - der Aufstieg ist geschafft. Diese Seiten haben nur noch Erinnerungswert. Eine wahnsinnige Zeit, wenn wir zurückblicken. Irre, was wir geleistet haben - und das meiste davon ziemlich unbewusst - quasi im Blindflug - irgendwie entfernt ahnend, dass da noch mehr sein muss als nur die 3./4. Dimension von Raum und Zeit.
    Da haben wir wie mit einer langen Stange durch ein Schlüsselloch den “Raum dahinter” erkundet. Geforscht und herausgefunden, was geht und was geht nicht.
    Alle zusammen haben wir es geschafft - niemanden vergessen, wenn auch nicht alle den Aufstieg direkt hier physisch mitgemacht haben, sondern uns eher “von oben” untersützt haben.
    Es erfüllt mich mit tiefer Ehrfurcht, auf welche Weise das Universum einen Zeitplan koordiniert hat und immer noch uns inkarnierten Menschen die freie Wahl gelassen hat, oder zumindest uns in dem Glauben gelassen hat ;-)
     
  • 2215 - nach 250 Jahren denke ich, dass mir nun zwar nicht langweilig wird hier auf der Erde, aber es gibt noch sooo viel zu entdecken im Universum.
    Und hey, ich werde Dich auch vermissen, Lady Gaia - wir bleiben in Verbindung :-)

Macht’s gut und danke für den Fisch ;) --> Dank

 

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